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News aus Hamburg
TRENDPIECE TEDDYJACKE

Flauschig durch den Frühling

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Sonne satt und sommerliches Frühlingswetter in Hamburg: Doch abends fallen die Temperaturen und es wird recht kühl. Kuschelige Teddy-Jacken sind das It-Piece dieser Saison und wärmen euch bestens gegen die maritim-frischen Brisen der Hamburger Springtime. Instagram-Bloggerin Jen Fux zeigt uns ihre Lieblingsteddylooks über den Dächern der Stadt!

„Rot ist die Must-Have-Colour, um ein Teddy- It-Piece hervorzuheben. Und ganz nebenbei feiert diese Saison Cord für mich wieder einmal sein Comeback. Dazu bin ich ein Fan von Unifarben, ohne aufregende Muster.“


RED HIGHLIGHTS Teddy-Jacke: Topshop, Cord-Coulotte: &OtherStories, Rollkragenpulli: Zara, Blazer: Zara, Stiefeletten: Vagabond 


„So kann man schon mal abends vor die Tür gehen. Ein Hauch von bravem Schulmädchen-Look trifft auf auffällige Teddy-Jacke. Das ist aber auch schon die absolute Obergrenze von Muster- und Materialmix für mich.“

 
RETRO HIP Teddy-Jacke: H&M, Coulotte: Zara, T-Shirt: Comme des Garcons, Sneakers: Reebok, Sonnenbrille: Ace & Tate


„Weite Mäntel und weite Hosen gehen immer! Solange man sie mit einem engen Oberteil kombiniert. Damit es in der Kombi aus Stoffhose und Rolli nicht zu sehr nach Business-Look aussieht, trägt man einfach ein paar lässige Sneaker dazu. Ready to go!“

 
SPORTY CASUAL Teddy-Mantel: H&M, Stoffhose: Hugo Boss, Rollkragenpulli: Zara, Tasche: Massimo Dutti, Ohrringe: Pilgrim, Sneaker: Acne


INTERVIEW
Wir haben mit Jen Fux alias jeniinga nicht nur coole Outfits geshootet, sondern haben mit der Hamburgerin über das Influencer-Dasein und ihre liebsten Plätze in Hamburg geschnackt.

„Auf meinem Profll kann man auch lesen“

Aus dem Pool der Influencer in Hamburg sticht Jen Fux aus gleich mehreren Gründen heraus: Ihr Instagram-Feed zeigt nicht nur Mode, sondern auch Interior Design, Kunst, Architektur und greift auch gesellschaftliche und politische Themen auf. Was die kreative Hamburgerin aber am meisten abhebt, ist ihr Humor. Mit einem Augenzwinkern und einem Hauch Selbstironie beschäftigt sich die 27-Jährige mit dem Begriff „Influencer“ und dem Lifestyle als Instagram-Bloggerin. 

Deinen Instagram-Account bezeichnest du selbst als „Content Diary". Was bedeutet das genau?
Ich sage immer: Auf meinem Profil kann man auch lesen, was viel zu selten geworden ist auf Instagram. Klar stehen die Fotos im Fokus, und auf den ersten Blick auf meinen Feed mag man vielleicht denken, es handle sich schlichtweg um nette Mood-Bilder. Aber wenn man mal einen genaueren Blick in die Captions wirft, findet man nicht nur langweilige Massen-Hashtags, sondern Meinungsäußerungen. Ich greife Themen auf, die mich zur Zeit bewegen, beziehe dazu einen klaren Standpunkt und lasse mich stets von den Menschen auf der Straße inspirieren. Dabei spreche ich beispielsweise über meine Abneigung zum schrecklichen Levi’s T-Shirt Trend vom letzten Sommer oder eben über persönliche Erfahrungen, wie meinen Aufenthalt in New York, als „Trumpi“ anfing sein Unheil zu treiben. Ich bin nach wahrer Hamburger Manier „Frei Schnauze“.

Und wie stehst du zu dem Begriff „Influencer“?
Der Begriff Influencer in Deutschland ist für mich leider sehr kaputt gegangen durch gewisse Blogger, die nur noch aus Produktvermarktung bestehen. Das hat für mich nichts mehr mit „beeinflussen“ zu tun, sondern viel mehr mit „beeinflusst werden“. Es geht nicht mehr um den Menschen und Blogger selbst, sondern um deren bezahlte Kooperationen mit großen Marken. Instagram ist zu einer Werbebeschallung geworden. Es gibt keine Meinungsäußerung mehr, nichts was wirklich von Bedeutung ist, nur noch Kommerz und Werbung. Die kleineren Blogger und sogenannten Mikro-Influencer verkörpern noch grob die Idee, die sie eigentlich verfolgen sollten. Sie nehmen Stellung zu Themen, beleuchten kritisch und geben ihre eigene Meinung preis. Mir geht es gar nicht darum, Leute mit meiner Meinung zu beeinflussen. Aber wenn nur einer durch meinen Feed manche Dinge – vielleicht mit einem Augenzwinkern – unter einem anderen Gesichtspunkt betrachtet, bin ich happy.

Und zu guter letzt: Was sind deine Lieblingsorte in Hamburg zum Frühlingsanfang?
Bei schönem Wetter geht’s in den Stadtpark und sonst entspanne ich gerne im Karoviertel und bummel durch die vielen kleinen Designerläden. Das wahre Hamburg sauge ich allerdings auf St. Pauli im Millerntor-Stadion auf, das ich als mein zweites Wohnzimmer betrachte. Dort schenke ich nicht nur gelegentlich als „Bierweib“ am Tresen aus, sondern bin mit meinem großen Mundwerk auch hervorragend aufgehoben – sowohl hinter der Theke, als auch auf der Tribüne beim Mitfiebern der Pauli Spiele.


Fotos, Text & Art Direction: Paulina Kulczycki

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